... ein Unternehmen mit über 450 Jahren Geschichte

Der im Herzen der Altstadt gelegene Hof dient seit seiner Ersterwähnung im Jahre 1567 der Beherbergung und gilt somit als ältester konstanter Unternehmenssitz der Stadt Lohr a. Main. Über 1,5 Mio. Übernachtungen zeugen seitdem von der fortwährenden Wirkungsstätte.

Seit 1898 befindet sich das Anwesen samt Taferngerechtigkeit im Eigentum der Familie Gerlach/Schecher und wird - in der Hausgeschichte einmalig - über diesen Zeitraum inhabergeführt betrieben.

 

Originäre Gastlichkeit, moderner Komfort, historisches Erbe und nachhaltige Weiterentwicklung in Einklang zu bringen, ist stets mit viel Idealismus Aufgabe der Hoteliers. Die vierte Generation orientiert sich hierbei bis heute am bei Übernahme 1986 erhaltenen Motto "Attempto!" (Ich wage es!).

 

Ein engagiertes Team sowie viele Jahre voller Erfahrungen und Ereignisse ließen die "Krone" so zu dem werden, was sie heute ist.

Widmung an ein „alt Gemäuer“

Das Haus von dem ich hier berichte
begreift sich ganz aus der Geschichte.

 

Voll Wagemut einst fest gemauert
hat es Geschlechter überdauert
und zielte wohl von Anbeginn
auf das Logis von Gästen hin,
die mit dem Schiff, per Roß, im Wagen
um auszuruh’n von Reiseplagen
sei es für Tage oder Stunden
den rechten Ort im Haus gefunden.

 

Nach alter Sitte, gutem Brauch
führt es im Schild den Namen auch
und wird zu Recht in Stadt und Land
Gasthof „Zur Krone“ drum benannt.

 

Bis nach Schaffhausen – in Latein –
schrieb damals ein Schulmeisterlein
- es war im 16. Jahrhundert
was keinen „Krone“-Kenner wundert -
dass man, einander wohl gewogen, des fleiß´gen Umtrunks hat gepflogen
wir vordem mit dem Adressat
der Lohr einst reformieret hat.
Da war der Bau, in der Gestalt
sicher schon hundert Jahre alt.

 

Die Männer, die seit alter Zeit
Die „Cron“ zu führen war’n bereit
hatten Berufe aller Art
manche bequem, doch andre hart,
war’n Metzger, Kaufleut, Eisenschmied,
Schiffsleute, Steinmetz und man sieht
in Urkunden heut noch Beweis,
dass ausgesprochner Bürgerfleiß
die Männer in den Stadtrat brachten

und zwei zum Bürgermeister machten.

Dann nahm Hans Gerlach in die Hände
den Hof vor der Jahrhundertwende
und baut die Krone um ganz schnell
zum veritablen Stadthotel.
Und auf dem Speisplan, extra fein
stand Wild. Der Lohrer Jagdverein
der seinen Stammtisch hier besessen
wollte auch standesmäßig essen.

 

Auch kommt dem Gast rasch der Gedanken,
dass dies Haus typisch ist für Franken.
Zur guten Speis, so muss es sein,
gehört der gute Frankenwein.
Zum Abschluss „krönend“ sei bedacht
wie so ein Haus erinnern macht.

 

Wenn sich neben dem Gastportal
das Hoftor auftut allzumal
dann deucht’s dem Nostalgiegemüt,
dass es die Postkutsch‘ durchfahrn sieht,
aus der, wenn sich der Wirt verneigt,
geradweg Herr Spitzweg steigt.
Also: wem Tradition und neue Zeit
im alten Haus Behaglichkeit
zum Ausprobier’n im Sinne steh’n
Soll in Lohr in „die Krone“ geh’n.

 

von Rolf Sultan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Baugeschichte“ und Ersterwähnung

Das Fachwerkgebäude der „Krone“ ist im Stil der Renaissancefachwerke erbaut. Dies deutet eine Bauzeit zwischen der Mitte des 16. Jhd. bis Ende 17. Jhd. an. Im Eingangsportal befindet sich die Jahreszahl 1589, welche dieses Jahr als Erbauungsjahr vermuten lässt.

 

Eine ausführliche Holzaltersbestimmung (dendrochronologische Untersuchung) wurde bislang nicht durchgeführt. Der unter dem Gebäude befindliche Gewölbekeller ist nicht genau mit dem Bauwerk identisch, ein Vorgängerbau ist daher nicht auszuschließen.

 

Die heutige „Krone“ befindet sich innerhalb der ältesten Stadtbefestigung, nächst der ehemaligen Burg- und Kirchenanlage - dem Ursprung der Stadtentwicklung. Nach heutigem Forschungsstand befanden sich hier - auf dem Hügel oberhalb des Mains - bereits im 9. Jhd. Siedlungsstrukturen, also aus Karolingerzeit.

 

Lohr ist als „Stadt“ urkundlich bisher ab 1314 belegt. O. g. Annahme lässt sich somit weiter festigen, und auf dem Grundstück bereits seit über 700 Jahren ein Bauwerk vermuten, auch wenn bei heutigen Hausforschungen keine Gebäudeteile aus dieser Zeit mehr nachweisbar sind/wären.

Der Name „Krone“ wird erstmals am 16.03.1567 in einem Brief von Daniel Wirth (Schulmeister in Lohr) an den Theologen Johann Conrad Ulmer (1519-1600; Schüler Luthers, Melanchthons, Calvins; 1544-1566 als erster Reformator in Lohr tätig; s. Foto) erwähnt.

 

Dies bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass es sich hierbei auch um das jetzige Grundstück handelt, da die Schildgerechtigkeit mit dem Besitzer das Gebäude wechseln konnte.

 

Der 1654 in einem Jurisdiktionalbuch genannte Eigentümer, Jodokus Öhninger (1597-1668; dort genannt Jost Öhinger, der „elter“; Metzger und Schiffmann; s. Foto), lässt die „Crone-Herberig“ erstmals urkundlich auf dem jetzigen Gelände, nahe dem alten Burgbezirk einordnen.

Neben dem erkennbaren Renaissancefachwerk und -portal enthält das Gebäude Umbaumaßnahmen aus der Zeit des Barock und weiterer Baustile bis heute.

Der Lohrer Baumeister Michael Imkeller

Der Renaissancebaumeister Michael Imkeller wird von den meisten Lohrer Geschichtsforschern auch als Baumeister der „Krone“ vermutet. Man nimmt an, dass die Häuser, welche mit Portalen seiner „Bauhütte“ geschmückt sind, auch von ihm geplant wurden. Urkundlich nachweisbar ist der an Michael Imkeller gegebene Auftrag zur Planung des Lohrer Rathauses 1592 und seine „federführende“ Beteiligung an dieser Baumaßnahme.

 

Das am Eingangsportal der „Krone“ vorhandene Steinmetzzeichen lässt sich ebenfalls am Lohrer Rathaus und am ehemaligen Kurmainzischen Schloss finden. Hierbei fällt auf, dass es sich überwiegend an künstlerisch aufwändigen Elementen befindet.

 

Bis zum heutigen Zeitpunkt ist allerdings keine Quelle bekannt, wo anhand des Steinmetzzeichens eindeutig auf einen bestimmten, namentlich erwähnten Steinmetz zu schließen ist. Das Zeichen Michael Imkellers selbst ist (noch) nicht sicher belegt.

Kontakt und Reservierung

Hotel-Gasthof Krone

Lohrtorstr. 2

97816 Lohr a. Main

 

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